Schnell zum Ziel

Rekordproduktion

1.500.000 Tonnen Weißblech

Andernach, 01.10.2007

Die Mitarbeiter der Rasselstein GmbH haben zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens die 1.500.000. Tonne innerhalb eines Jahres produziert. Wenige Tage vor Ende des Geschäftsjahres verließ das 9 Tonnen schwere Coil die Veredlungsanlage und wurde im neuen Fertiglager für den Versand nach Impress, Erftstadt, verpackt.

Vorstandsmitglied Heinz Pafferath (5.v.l.) und Betriebsratsvorsitzender Wilfried Stenz (4.v.l.) gratulieren den Mitarbeitern zur 1.500.000.Tonne Weißblech im laufenden Geschäftsjahr.

Erst vor fünf Jahren hatten die Mitarbeiter an Deutschlands einzigem Standort für die Herstellung von Verpackungsstahl die Produktion einer vollen Million Tonnen innerhalb eines Jahres gefeiert. Seit der damals gerade abgeschlossenen Konzentration auf die Produktionsstätte Andernach hat das Unternehmen in zwei Phasen eine kaum für möglich gehaltene Leistungssteigerung umgesetzt. Dabei wurde zunächst die Leistung der vorhandenen Aggregate auf rund 1,2 Millionen Tonnen gesteigert, während Neuinvestitionen von 160 Millionen Euro zum Ausbau der Kapazität auf angestrebte 1,4 Millionen Tonnen Jahresproduktion ausgelöst wurden. Seit 2005 sind die neuen Anlagen in Betrieb. „Dass wir bis an die absolute Grenze unserer Möglichkeiten produzieren können“, erklärt Rasselstein-Vorstand Karl-Ernst Friedrich, „verdanken wir der Nachfrage unserer Kunden nach Weißblech in höchster Qualität.“ Aufgrund eines besonders störungsarmen Produktionsverlaufs und einer ausreichenden Belieferung mit Flachstahl durch die Muttergesellschaft ThyssenKrupp Steel, aber auch „dank der flexiblen Mitarbeiterschaft, die selbst an den Feiertagen gearbeitet hat,“ konnte nun die maximale Auslastung des Werkes erzielt werden, betont Wilfried Stenz, Vorsitzender des Betriebsrates. Wünsche nach zusätzlichen Lieferungen müssen die Vertriebsverantwortlichen des Unternehmens enttäuschen. „Mehr geht technisch zurzeit nicht“, erläutert Vorstandsmitglied Friedrich und dankt den Mitarbeitern für ihr Engagement: „Wir werden diese Leistung angemessen miteinander feiern, und zwar mit unseren Familien. Vor allem aber werden wir daran arbeiten, noch besser zu werden.“

Etwa 700 Eisenbahnzüge mit je 30 Waggons, gezogen von jeweils zwei Lokomotiven, sind nötig, um die erforderliche Menge Flachstahl aus dem Ruhrgebiet nach Andernach zu bringen, wo es kalt gewalzt und mit Zinn oder Chrom zu Weißblech veredelt wird. Mehr als drei Viertel der Rasselsteiner Produktion ist für den Export bestimmt. Dabei nimmt die erweiterte Europäische Union den größten Anteil des Andernacher Verpackungsstahls auf. Trotz insgesamt stagnierender Märkte konnte Rasselstein in den vergangenen Jahren sowohl ein beachtliches Mengenwachstum als auch auskömmliche Preise für seine weltweit geschätzten Qualitätsprodukte erzielen.